Von Vögeln und Igeln

Vereine 92. Jahresversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Gelterkinden

Markus Rentsch dankt der zurücktretenden Präsidentin Larissa Oliver mit einem Blumenstrauss, die übrigen Vorstandsmitglieder (v. l.) Monica Handschin, Michael Gurtner, neuer Präsident, Nadine Suter und Linda Palas. Foto: U. Handschin

Was dieser Verein so einiges zur Erhaltung der Fauna und Flora in Gelterkinden und Umgebung im vergangenen Jahr geleistet hat, vernahmen die Vereinsmitglieder an der Jahresversammlung im Altersheim zum Eibach anhand des Jahresberichts 2024. Da sind die aufmerksamen Nistkastenkontrolleure, die 246 Nistkästen putzten und auf ihre Benutzer Rückschlüsse zogen. Es waren neben den häufigsten Meisen, aber auch Spuren einer Bachstelze, eines Baumläufers, Wespen, Mäuse, Bilche und Siebenschläfer gefunden worden. Es gab Arbeitseinsätze, Exkursionen und Anlässe in Zusammenarbeit mit anderen Dorfvereinen.

Larissa Goldiger begrüsste die Anwesenden als abtretende Präsidentin. Markus Rentsch bedankte sich im Namen des Vorstands und Vereins bei ihr für ihre Tätigkeit mit einem Blumenstrauss. Zum Glück stellt sich Michael Gurtner als neuer Präsident zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt wie auch die zwei neuen Vorstandsmitglieder Eveline Steiner und Nadine Suter. Natürlich ebenso die bereits amtierenden Monica Handschin, Linda Palas und Markus Rentsch.

Michael Gurtner wurde von den Revisoren für die genaue Rechnungsführung gelobt, die mit einem Gewinn von 1530 Franken abschloss. Die 232 Einzel- und Familienmitglieder und Gönner unterstützen mit ihren Mitgliederbeiträgen (Einzel 30 Franken, Familien 45 Franken) auch wieder die zahlreichen Anlässe des Jahresprogramms, das im Internet unter www.nvvg.ch eingesehen werden. Tatkräftige Mithilfe, auch am Adventsmarkt ist immer willkommen!

Im anschliessenden Vortrag erzählte die Tierärztin Dagmar Sens über die Arbeit der Igelhilfe Baselbiet, die sich an zwei Standorten befindet. Die hiesigen Braunbrustigel sind leider gefährdet. Günstige Standorte verschwinden, gefährliche Strassen lauern. Die Hauptnahrung für Insekten gibt es immer weniger. Sie weichen deshalb auf Schnecken aus, die sie mit ihren Parasiten krank machen.

Gefahren lauern aber auch vom Menschen mit Mährobotern und Motorsensen, die nachts Igel lebensgefährlich verletzen oder Pools, in denen sie ertrinken oder Schächte, in die sie fallen. Anhand einiger Bilder erfuhr man Wissenswertes über gesunde, aber auch kranke, unterernährte und verletzte Igel und wie ihnen geholfen wird bis sie in die Freiheit entlassen werden können. Hungernde Igel füttert man am besten mit Hunde- oder Katzenfutter für Jungtiere, getrockneten Insekten, ungewürztes Rührei, Wasser. Unaufgeräumte Gärten mit Asthaufen als Unterschlupfmöglichkeiten für Igel wären wünschens-wert!

Mit einem schmackhaften Apéro ging die Jahresversammlung über in angeregten Gedankenaustausch zwischen den verschiedenen Generationen.

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