Schöne Klänge auf Zeitreise

Sissach Männerchor «Liederkranz» präsentierte ein geschichtsträchtiges Konzert  

Das anspruchsvolle Repertoire zog sich durch die vielen Epochen in der Musikgeschichte.

Im Rahmen vom Jubiläumsjahr Sissach 2025 mit dem 500-Jahr-Jubiläum der reformierten Kirche präsentierte der Männerchor «Liederkranz» in der St. Jakobs-Kirche unter dem Motto 800 Jahre Chorsingen ein abwechslungsreiches Konzert mit einer reichen Palette an Liedern aus mehreren Zeitepochen und Ländern. Angefangen bei Kerzenlicht mit dem mittelalterlichen Gregorianischen Choral «Salve Regina – sei gegrüsst, o Königin» – als einer der ältesten katholischen Gesänge, welcher noch heute in Klöstern und Gemeinden gesungen werden. Mit Javier Robledano Cabrero am Dirigentenpult war damit schon früh der erste vokale Glanzpunkt in einem Musikprogramm gesetzt, das mit einer gelungenen Mischung aus klassischen Chorwerken, volkstümlichen Liebesliedern, Liedern aus der Zeit der Renaissance bis zum Hip-Hop aus dem 20. Jahrhundert beeindruckte.

In einem Rahmen von geschichtlicher Diversität mit besinnlicher Stimmung und vokaler Dynamik in der Gestaltung gelang es, dem 1859 gegründeten Männerchor, das Publikum auf seiner Zeitreise mitzunehmen. Das Repertoire zog sich durch die vielen Epochen in der Musikgeschichte und grossartigen Genres mit unter anderem der Hochzeitkomposition «Il Sileno» von Francesco Corteccia aus 1539 – «Der kühle Fluss war aus reiner Milch und die Eichen schwitzten Honig» – dem religiösen Abendlied «Der Mond ist aufgegangen» von Matthias Claudius aus 1778 und dem gefühlsbetonten «Die Nacht» vom deutschen Theologen Friedrich Adolf Krummacher aus 1823. Allesamt Lieder, welche die Sinne ansprachen und das Publikum zum andachtsvollen Innehalten einluden.

Lebendigkeit im Gesangsvortrag

Wer wollte konnte sich von einfühlsamen und mit einer ausdrucksvollen Tiefe gesungen Lied «Dorma Bain» vom unterengadiner Jodelliedkomponisten Nuot Vonmoos aus 1960 forttragen oder vom ausdrucksstarken Evergreen «Capri-Fischer» aus 1943 in nostalgische Sphären versetzen lassen.

Am Schluss des von Andrea Wüthrich souverän moderierten Konzertprogramms mit amüsanten Anekdoten, aus der bewegten Dorf- und Kirchengeschichte von Sissach, kam das Publikum in den Genuss von zeitgemässen Performances, mit als krönender Abschluss eine rhythmische Hip-Hop-Performance aus dem letzten Jahrhundert. Mit dem von Ernst Rudin zusammengestellten anspruchsvollen Repertoire mit den unterschiedlichen Gesangsstilen bewies der Männerchor einmal mehr, dass er fähig ist die Lebendigkeit im Gesangsvortrag und eine harmonische Reinheit bis zum Schluss zu behalten und erntete dafür mit der obligaten Zugabe am Schluss einen lang anhaltenden wohlverdienten Applaus.

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