Lautstarkes Happening mit schrillen Klängen
Sissach Grossandrang am Guggenkonzert

Während über fünf Stunden befand sich die Oberbaselbieter Fasnachtsmetropole beim Monster-Guggenkonzert am Ende des West- sowie Südeingangs der Begegnungszone mal wieder im Ausnahmezustand.
Mit aktuellen Hits und Evergreens wurde das wieder zahlreich erschienene Publikum von 23 Guggen aus der ganzen Region bestens unterhalten. Es wurde bis in die späten Abendstunden in einem ausgeprägten kulinarischen Rahmen mit feinschmeckerischen Angeboten – es herrschte bei den Verpflegungsständen ständig Hochbetrieb – gerockt und getanzt, was das närrische Zeug hielt und die bunten Guggenformationen machten den Abend rasch zum fröhlichen Happening. Den Auftakt gestalteten wie immer die Nootechaote, die Gugge Bölchefrösch feierte ihren musikalischen Einstand.
Rockende Guggen
Streng und fast militärisch organisiert, traten die Guggen in 14-Minuten-Takt bis Mitternacht alternierend auf zwei Bühnen auf. Während die eine Gruppe lautstark und hüpfend schränzte, machte sich auf der anderen Bühne bereits die nächste Formation parat, sodass der Übergang zwischen den Auftritten fast fliessend war. Traditionell ist, dass bei der ersten Performance die Larven noch getragen werden, beim zweiten Auftritt können die Musikerinnen und Musiker ihre Gesichter unter den Larven hervorzeigen. Konditionell offensichtlich nach zwei harten und anstrengenden Fasnachtstagen mit vielen Auftritten immer noch auf voller Höhe, spielten und rockten die Guggen unermüdlich die musikalischen Bläser- und Trommel-Leckerbissen in ihren Repertoires.
Rappelvolle Begegnungszone
Die Begegnungszone als von vielen Sissachern sehnsüchtig erwünschte Flaniermeile war mit hunderten von begeisterten Fasnächtlern und sonstigen Interessierten rappelvoll, sodass es fast kein Durchkommen mehr gab. Immer wieder wurden die Handys gezückt, um die farbigen Bilder einzufangen und für die Ewigkeit festzuhalten. Den Guggen gelang es die Masse mit ihrer musikalischen Sprengkraft an fetzigen Sounds immer wieder in Ekstase zu versetzen, sodass kein Bein ruhig stehen blieb. Das Tanzen der Menschen zusammen mit dem Guggenspektakel liessen das vielfältige Konzert zu einem musikalischen und gigantischen Erlebnis verschmelzen, das trotz einsetzendem Regen noch bis in die späten Nachtstunden nachhallte.