Glühender Abschied von der Fasnacht
Sissach Mit der «Chluuri-Verbrennig» ging die fünfte Jahreszeit zu Ende
Mit den traditionellen Abschlussworten des Grabredners und der anschliessenden Verbrennung des «Chluuris» nahm auf der Allmend die Fasnacht 2025 ihr flammendes Ende. Noch am frühen Abend hatte sich das «Chluuri» als Wahrzeichen der Sissacher Fasnacht mit seinem 6,5 Tonnen Kampfgewicht und einer Grösse von über sieben Metern in voller Pracht vor dem Dorfbrunnen beim Gemeindehaus der Öffentlichkeit präsentiert.
Punkt 19.30 Uhr setzte sich dann der Trauerzug mit dem von einem Traktor gezogenen Ungeheuer und begleitet von den musikalischen Klängen der Clique Spoot-Zünder und der Gugge FGS via Rheinfelderstrasse Richtung Richtplatz auf der Allmend in Bewegung, wo das «Chluuri» schliesslich dem Feuer übergeben werden sollte.
Eine makabere Truppe von in weissen Laken gehüllten und bitterlich weinenden «Chluuri» versuchten wie in einer Prozession dabei herlaufend heftig schüttelnd mit ihren Kässelis von den Umstehenden einen Obolus zu ergattern.
Vom Zeitlichen verabschiedet
Dieses Jahr kam die Eishockeylegende Kevin Schläpfer, stellvertretend für alle Sissacher Sportlerinnen und Sportler, welche die Jugend begleiten und das Dorf in die weite Welt tragen, die Ehre zu, unter lautem Applaus auf dem Richtplatz in den «Chluuri»-Himmel steigen zu dürfen. Bevor dieses sich lichterloh vom Zeitlichen verabschiedete, ging der Tradition gebührend unter dem Motto «zäämestoh» der anonyme Grabredner mit seiner sonoren Stimme selbstredend, zur Belustigung der vielen Zuschauenden, noch auf einige Vorkommnisse und Gegebenheiten der diesjährigen «mit 25000 Besucherinnen und Besuchern und rund 70 Formationen grössten Fasnacht im Kanton» ein, wie er sagte.
Wenig zu meckern
Auffällig gab es von seiner Seite im Sinne einer Bilanz dieses Jahr wenig zu meckern, einen Seitenhieb gegen das Restaurant Sonne wegen des WC-Regimes konnte er sich jedoch nicht verkneifen. Dafür vergass er nicht die Fasnacht-Organisatoren und ihre Helfer zu würdigen und der «Guggä Rugger» aus Buus für ihren spektakulären Wagen seine Bewunderung auszusprechen. Lobende Worte gab es für das imposante Guggenkonzert, den Schnitzelbankabend, den Fackelumzug und die Beizenfasnacht («dr Ursprung»). Dann hiess es alsbald schwermütig Abschied zu nehmen und um Punkt 20.45 Uhr verlor das «Chluuri»unter lautem Gejohle den lichterloh brennenden Kopf. «Adie Chluuri, Adie Fasnecht.»