Grossartiger Auftritt von Lea Desandre
Langenbruck Konzert mit französischen Liebesliedern

Die Kirche in Langenbruck war auf den letzten Platz besetzt, als am Sonntag, 16. März 2025, um fünf Uhr abends die französisch-italienische Mezzosopranistin Lea Desandre (33) und ihr Partner, der Lautenist Thomas Dunford (37) ihr Konzert mit französischen Liebesliedern begannen, das unter dem Titel «Idylle» stand.
Das zahlreiche Publikum war rasch begeistert. Schon nach dem dritten Stück. «Le temps de l’amour» von Françoise Hardy, brach es in lang anhaltenden Applaus aus. Die dadurch entstandene kurze Pause im Programm erlaubte Thomas Dunford, auf Englisch seinem Erstaunen Ausdruck zu geben, dass es jetzt gerade in Langenbruck ein leichter Schneefall eingesetzt hatte, während er und Lea Desandre mit Gesang und Lautenklängen Liebeslieder vom Barock bis in die Gegenwart zum Besten gaben, die besser in einen warmen Frühlingstag passen würden. Auch Lea Desandre hatte später Gelegenheit, sich auf Französisch ans Publikum zu wenden, dessen Begeisterung immer mehr zunahm, je länger das Konzert mit nicht weniger als 22 Stücken seinen Fortschritt nahm. Es schloss mit einer Komposition von Jacques Offenbach, welche zum Inhalt hatte, dass wir alle Liebe brauchen. Der Applaus der Konzertbesucherinnen und -besucher war so lange und anhaltend, dass Lea Desandre und Thomas Dunford nochmals vor das Publikum traten, um miteinander eine berühmte Arie aus Händels Oper Xerxes zur Aufführung zu bringen. Bei Lea Desandre begeisterten drei Dinge: zum Ersten ihre grossartige Stimme und ihre gewaltige Stimmkraft, wobei während des ganzen Konzerts bei diesem Weltstar keinerlei Anzeichen von Ermüdung festzustellen war, ihr französisch-italienischer Charme und nicht zuletzt ihr wunderbares Lachen, das sie öfters zur Schau trug.
Eine hoch-professionelle Interpretin also, welche ihre Zuhörerinnen und Zuhörer wirklich zu begeistern vermag. Auch Thomas Dunford, der Lea Desandre begleitete, beeindruckte mit seinem virtuosen Spiel auf der Laute und dem gleichzeitig sehr einfühlsamen Zusammenwirken mit der Sängerin. Ein Konzert der Extraklasse, das mit einem Apéro im Revuegebäude zu Ende ging, bei dem die beiden Interpreten von Weltniveau bereit waren, sich mit den Konzertbesucherinnen und -besuchern zu unterhalten, die ihnen ihren Dank und ihre Freude an dem eben zu Ende gegangene Rezital von französischen Liebesliedern zum Ausdruck bringen wollten.