Rekordbeteiligung am Unternehmertreff Liestal
Liestal Exklusive Einblicke in Energiethemen bei der EBL lockte viele Besucher an
Mit grosser Freude begrüsste Organisator Urs Bachmann (Helvetia Versicherungen) 70 Gäste zum ersten Unternehmertreff Liestal in diesem Jahr. In ehrenamtlicher Tätigkeit organisiert er jedes Jahr mehrere solche Treffen im oberen Kantonsteil. Als Gastgeberin konnte er die EBL in Liestal gewinnen, die ihr Eventlokal «Elefantenhaus» zur Verfügung stellte. Von der mitorganisierenden Handelskammer beider Basel wurde mitgeteilt, dass das Treffen zukünftig Unternehmer!innen-Treff Liestal heissen wird.
Raphael Buchbauer (Handelskammer) lieferte eine Zusammenfassung der aktuellen Aktivitäten und der Anlässe in diesem Jahr. Er empfahl das Projekt «Rent a Boss» und ging auf die in Diskussion stehenden Bilateralen II ein. «Hier müssen die Kräfte gebündelt werden», um Erfolg zu haben, sagte er. Die Steuerbelastung für Unternehmen und Private – vor allem im Baselbiet – dürfen nicht steigen. In unserer Region soll ein Wasserstoff-Ökosystem aufgebaut werden. Im Fachkongress «Zone Zukunft» zur Raumentwicklung wird am 4. September über die Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung und weitere Themen diskutiert. Im Podcast «Wirtschaft on Air» können Beiträge aus Wirtschaft und Politik angehört werden.
EBL-Geschäftsführer Tobias Andrist informierte über die Entstehung der EBL. 1898 wurde der Energieversorger als Genossenschaft zum Zweck der Selbstversorgung für Unternehmen gegründet. Heute hat das Unternehmen 500 Mitarbeiter in der Schweiz, in Spanien, Italien und Deutschland. Die EBL ist stark in der Region, investiert aber zwangsläufig auch im Ausland.
Zur Finanzierung arbeitet man wegen erhöhtem Finanzbedarf mit Finanzinvestoren zusammen. So ist mehr Wachstum möglich als mit dem eigenen Cash Flow. Die EBL hat eine Finma-Lizenz. 2024 wurde der erste Fond aufgelegt. Man ist somit die erste und einzige Vermögensverwalterin von kollektiven Anlagen in Baselland und spielt somit eine Vorreiterrolle im Finanzsektor in diesem Bereich. Andrist ist wenig traurig, dass viel im Ausland investiert werden muss. Das Investitionsklima ist in der Schweiz sehr mühsam, ausser bei der Photovoltaik. Nach vielen Einsprachen, Bundesgerichtsentscheiden und mühsamen 15 Jahren bekommt man vielleicht die Bewilligung für ein inzwischen veraltetes Projekt!
Susanne Obert referierte über die grossen Herausforderungen mit den volatilen Preisen, die sich innert Stunden stark ändern können. Sie empfiehlt eine strukturierte Beschaffung, da ein Stichtag mit dem tiefstem Preis kaum zu treffen ist. Der Strombedarf wird immer grösser und der Ausgleich immer teurer. Die Einspeisungsprofile entsprechen nicht unbedingt den Verbraucherprofilen. Inzwischen sind die Batteriepreise in einem Bereich, dass sich lohnende Geschäftsmodelle entwickeln lassen.
Guggenheim-Geschäftsführer Eric Rütsche betreibt das Elefantenhaus als Caterer und informierte über die kulturellen Veranstaltungen in seinen Liestaler Lokalitäten. Das Kulturprogramm wurde vom Guggenheim abgespalten und läuft über einen neugegründeten Verein. Für einen Sponsorenbetrag von 5000 Franken können beliebige Tickets für 2500 bezogen werden.